Lars Fanter

Die Marken-Website war nie wertvoller als jetzt.

Anbei meine Hausaufgaben 😄

Lieber Kevin Zielonka, Moritz Beul, lieber Jürgen,

es war mir eine große Freude, ein so offenes und frisches erstes Kennenlernen mit Ihnen zu haben. Ich empfand das Gespräch als äußerst angenehm und konstruktiv — und es hat mich in meiner Haltung nochmals bestärkt, alles zu geben, um Sie von mir zu überzeugen.

Am Ende des Gesprächs kam nochmals der Wunsch von Herrn Zielonka, auch mal über die Wettbewerber zu schauen. Dem komme ich hiermit nach. Ich habe Ihnen eine erste Analyse zusammengestellt, die die Daten widerspiegelt, auf die ich von außen über das Internet Zugriff habe. Sie ist deshalb auch sehr digital fokussiert. Die Verzahnung in alle anderen Marketing- und Vertriebsdisziplinen kann erst betrachtet werden, wenn ich interne Prozesse und Strukturen kenne. Insofern ist das hier nur eine erste Momentaufnahme.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß damit — und gebe Ihnen noch einige Gedanken zur allgemeinen Situation mit. Das zielt insbesondere auch auf die Frage von Herrn Zielonka nach Leadscoring und Performance-Marketing ab.

Aktuelle Zahlen zeigen: Die wichtigste Quelle für KI-Antworten sind Marken-Websites.

AI Citation Report — Otterly AI, März 2025

Ich war ehrlich gesagt überrascht, auch wenn ich mich seit drei Jahren intensiv mit generativer KI beschäftige. Und damit, was sie für digitale Kundenerlebnisse bedeutet.

„Wenn Google, ChatGPT & Co. nur noch eine Antwort liefern statt zehn Links — wozu dann noch eine Website?"

Diese Frage begegnet mir in Gesprächen mit Marketing- und Digitalverantwortlichen ständig. Die Verunsicherung ist real. Zwischen Hype-Keynotes und internem Erwartungsdruck fehlt vielen CMOs und „Heads of Digital" die Orientierung. Die eigene Website ist der Punkt, an dem sich das greifbar zeigt: Relaunch ja oder nein? Wohin? Nach welchen Regeln?

Meine These

Das sage ich nicht, weil ich seit 20 Jahren business-wirksame Websites entwickle, sondern weil die Daten es zeigen:

KI-Modelle brauchen vertrauenswürdige Quellen für verlässliche Antworten. Marken-Websites sind genau das: verifiziert, aktuell, autorisiert.

Wer nicht zitierfähig ist, existiert in KI-Suchmaschinen nicht. Deshalb ist die Arbeit am eigenen Content nicht optional, sondern ein strategischer Imperativ.

Die Zero-Click-Welt kostet Traffic. Aber wer trotzdem kommt, kommt mit Absicht. Weniger Volumen, höhere Qualität, bessere Conversion.

Die eigene Website ist der beste Ort für die Kontrolle über Marke, Content, Daten und Kundenbeziehung. Und der beste Ort, um KI-Antworten wirksam zu beeinflussen.

Aber es wird auch klar: Was auf der eigenen Domain passiert, muss sich verändern. Die bisherigen Mechaniken und Methoden des digitalen Marketings werden durch KI aus den Angeln gehoben.

Was mich umtreibt

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Wie navigiert man trotz Legacy-Systemen in Richtung Innovation?
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Wie kontrolliert man die „eine Antwort", die KI den eigenen Kunden gibt?
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Wie wirken sich KI-Suchmaschinen und deren Bots auf das (Kauf-)Verhalten der Nutzer aus?
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Wie sieht eine KI-getriebene User Experience auf der eigenen Domain aus?

Oder anders gefragt: Welchen Nutzen erhält ein Besucher in den ersten 30 Sekunden auf Ihrer Website, der nicht schon in einer KI-Zusammenfassung stand?

Was diese Analyse umfasst

Auf den folgenden Seiten habe ich die digitale Präsenz aller 5 DFH-Marken in vier Dimensionen analysiert.

Lars Fanter

Seit 20 Jahren entwickle ich business-wirksame Erlebnisse — von der Markenpositionierung über Content-Strategie und Performance-Marketing bis hin zu Vertriebsprozessen, Messen und Print. Ich denke nicht in Kanälen, sondern in Customer Journeys: Was passiert vor, während und nach dem Kontakt mit einer Marke? Seit drei Jahren beschäftige ich mich intensiv mit generativer KI und den Folgen für Suchverhalten, Leadgenerierung und die Orchestrierung aller Marketing- und Vertriebsdisziplinen — online wie offline.